Hallo liebe Solawistas,

zwar fühlt sich auf dem Acker alles noch sehr winterlich an, doch diese Woche stehen bei uns schon die ersten Aussaaten und Pflanzungen an. Radieschen, Salat und Pak Choi bekommen freie Plätze in den Folientunneln und wachsen dann hoffentlich rasch und gesund, sodass wir sie bald schon in unseren Erntekörben vorfinden können 🙂

Bei der Abholung am Mittwoch (19.02., ab 14 Uhr) gibt’s für euch dieses Gemüse:

– Pastinake
– Karotte
– Rettich
– Topinambur* (nur vorausgesetzt der Boden ist nicht zu sehr gefroren)
– Frühlingszwiebeln

(für die zweiwöchentlichen Abholer*innen: die LAUFENTEN-GRUPPE ist dran)

* Da Topinambur nicht ganz so bekannt ist und es auch in den letzten Jahren immer mal wieder Nachfragen zur Verträglichkeit gab, hier mal ein paar Infos:
– Topinambur ist ein echtes Superfood, die Knolle enthält wichtiges Kalium und Eiweiß und sogar mehr blutbildendes Eisen als Spinat
– Besonders viel enthält sie den Ballaststoff Inulin; Inulin wird im Magen in für Diabetiker verträglichen Fruchtzucker aufgespalten, weshalb der Topinambur auch „Diabetikerkartoffel“ genannt wird
– Das Inulin hat aber noch einen weiteren Effekt: Inulin wird erst im Dickdarm verdaut, wo es sich positiv auf die Darmflora auswirkt, denn es bilden sich durch den Verzehr gesundheitsfördernde Darmbakterienarten. Solange diese Darmflora aber noch nicht genügend aufgebaut ist, kommt es vermehrt zu Blähungen, weswegen der Topinambur noch einen weiteren Spitznamen trägt: „Furzknolle“
– wer den Topinambur bisher vor allem als „Furzknolle“ wahrgenommen hat oder noch gar nicht gekostet hat, kann einfach mit kleineren Mengen starten und/oder auch mit „Anti-Bläh-Kräutern“ kochen, z.B. Kümmel, Anis, Dill, Fenchel
– Bei uns im Team wird der Topinambur z.B. als Salat zubereitet (roh gerieben mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer angemacht, mit gerösteten Nüsse oder Sonnenblumenkerne als Topping), als Suppenzutat in Gemüsesuppe verkocht (Stückig oder püriert, beides lecker)  oder – das ist mein Favorit 🙂 – zu Chips verarbeitet (in dünne Scheiben hobeln, mit Marinade nach eigenem Geschmack vermengen, aufs Backblech legen und knusprig backen)
– der Topinambur muss nicht unbedingt geschält werden, ich selbst bürste ihn immer nur gründlich

Auch am kommenden Mittwoch ist wieder zur Unterstützung für all die „Erstis“ von 14 Uhr bis 18 Uhr durchgehend eine Person am Abholraum, die Fragen zur Abholung beantwortet und beim Abwiegen und Abpacken helfen kann.

Nach der Ernte am Mittwoch gibt es, wie angekündigt, erstmal eine kurze Erntepause. Wenn wir abschätzen können, wann die nächste Ernte stattfinden kann, geben wir euch rechtzeitig Bescheid. Das hängt nun einfach sehr viel von Temperaturen und Sonnenstunden ab. Bisher entwickeln sich aber alle Kulturen in unseren beiden Folientunneln hervorragend 🙂

Liebe Grüße
Miriam fürs Team Hofele